DGB-Jugend Südosthessen und DIDF-Jugend Hanau verurteilen rechte Hetzjagd in Chemnitz!

Wir, die südosthessische Gewerkschaftsjugend und der Jugendverband der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF-Jugend) Hanau verurteilen die Menschenjagd auf Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund in Chemnitz aufs Schärfste! Nachdem bei einem Stadtfest in der sächsischen Stadt ein 35-jähriger Mann nach einer Messerattacke seinen Verletzungen erlag, nahmen rechtsradikale Gruppen dies als Anlass, durch die Stadt zu wüten. Die rechte Gruppe „Pro Chemnitz“ organisierte Großaufmärsche, bei denen es u.a. zu Hitlergrüßen, rassistischen Slogans und Angriffen auf Passant_innen mit Migrationshintergrund kam. Auch die AfD hat zu diesen Aufmärschen aufgerufen. AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier: „Wenn der Staat die Bürger nicht mehr schützen kann, gehen die Menschen auf die Straße und schützen sich selber. Ganz einfach! Heute ist es Bürgerpflicht, die todbringende ,Messermigration‘ zu stoppen!“. Die offen rassistisch auftretende AfD heizt die Stimmung gegen Geflüchtete seit Jahren an. Dass ein rechter Mob ungehindert durch die Stadt ziehen konnte, ist auch Folge der unsozialen Politiken der vergangenen Jahre. Viele fühlen sich von der Politik mit ihren Sorgen – Wohnungsnot, prekäre Beschäftigung, Hartz IV – alleine gelassen und missbrauchen geflüchtete Menschen als Sündenbock für ihre Probleme. Wir stellen uns Rassismus entgegen und fordern, dass aus den rechten Hetzjagden Konsequenzen gezogen werden!